|
GLAUKOMTHERAPIE
1. DAS PRIMÄRGLAUKOM
Diagnose:
- Ausschluss von intraokularen Störungen der Kammerwasserzirkulation
- Gonioskopie (dysplastischer Kammerwinkel)
THERAPIE:
Lokal:
Carboanhydrasehemmer + Beta-Blocker
Dorzolamid + Timolol (Cosopt®,
Merck Sharp & Dohme) 3x täglich
Prostamide
Bimatoprost (Lumigan®, Allergan)
2x täglich
Systemisch:
Osmotherapie
Mannitol (Mannit 20%®, Mayrhofer
Pharmazeutika) oder
hypertone Hydroxyethyl Stärke
(Hyperhes®, Fresenius) 4ml/kg in 20 Minuten
Carboanhydrasehemmer (Kontrolle der Blutgase; CAVE Katze ? wird schlecht vertragen!)
Azetazolamid (Diamox®, Goldshield)
5-10mg/kg i.v./1-2x täglich oral
Kortikosteroide (Pseudouveitis)
Prednisolonnatriumsuccinat
(Solu-Dacortin®) 2mg/kg i.v.
Chirurgisch:
Zyklokryothermie / Zyklophotokoagulation
Zerstörung eines Teils des Ziliarkörpers
(Kammerwasserproduktion)
Kryo: 4-8 Punkte dorsale Bulbushälfte,
120 Sekunden, -60 bis -80°C
Diodenlaser: 1500mW / 1000ms / 1000ms
/ 35 Punkte,
6h und 9h Position vermeiden, 5mm hinter dem Limbus
Intraokulare Gentamycininjektion
25mg Gentamycinsulfat in den Glaskörper
injizieren: 18G Nadel (rosa), 7mm hinter dem
Limbus, Injektionsrichtung Papille
(CAVE Linse!), Aspiration
Enukleation
bei therapieresistentem Glaukom
2. DAS SEKUNDÄRGLAUKOM
Häufigste Ursachen:
- Uveitis
- Linsenluxation
- intraokuläre Neoplasien
- Trauma
THERAPIE:
Unterschiede zur Therapie des Primärglaukoms:
Im Vordergrund steht die Diagnose und Therapie der zugrunde liegenden Erkrankung.
Die Therapie des Glaukoms kann mit einem lokalen Carboanhydrasehemmer erfolgen.
Von der lokalen Gabe von Prostamiden ist im Allgemeinen abzuraten, da sie die Symptome
einer Uveitis verschlimmern können. Auch Osmotherapeutika sollten bei einer Uveitis
vermieden werden, da hier die Blut-Kammerwasser-Schranke offen ist und diese somit
in das Auge gelangen können und dann den gegenteiligen Effekt haben.
|