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Erkrankungen des Tränenapparates
Das trockene Auge (Keratokonjunktivitis sicca,
KCS)
Das trockene Auge ist eine Erkrankung der Hornhaut und Bindehaut, die durch einen Mangel
an Tränenflüssigkeit hervorgerufen wird. Wird sie nicht behandelt, kann dies zur
Erblindung und Verlust des Auges führen.
Die Symptome eines
trockenen Auges sind ein schleimiger Augenausfluss, Blinzeln, rote Bindehäute und
eine getrübte Hornhaut durch Einlagerung von braunem Pigment und Einwachsen von
Blutgefäßen. Es kann auch zu Hornhautgeschwüren kommen, die unbehandelt bis zur
Perforation des Auges führen können.
Mit Hilfe des „Schirmer Tränen Tests“ kann schnell und einfach die Tränenproduktion
gemessen werden. Dazu wird ein Filterstreifen für eine Minute in den unteren Bindehautsack
gehängt und dann der Wert (aufgesaugte Tränenflüssigkeit in Millimeter) abgelesen.
Er sollte beim gesunden Auge nicht niedriger als 15mm/Minute sein.
Ursachen einer verminderten Tränenproduktion können Vererbung, verschiedene Medikamente,
Infektions- und Stoffwechselerkrankungen und immunvermittelte Erkrankungen (der
Körper richtet sich gegen eigenes Gewebe) sein. Eine Veranlagung besteht beim West
Highland White Terrier, Cocker Spaniel, Beagle, Bulldogge, Lhasa Apso und Yorkshire
Terrier.
Zur Therapie müssen die Tränenproduktion anregende Medikamente (Kortison, Cyclosporin,
Pilocarpin) und Tränenersatzmedikamente gegeben werden. Bei schwerwiegenden und
therapieresistenten Fällen kann auch der Ausführungsgang der Ohrspeicheldrüse in
den Bindehautsack verlegt werden, sodass der Speichel die Tränenflüssigkeit ersetzt.
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