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Augenerkrankungen
bei kleinen Haustieren
Die E.cuniculi-Infektion des Kaninchens
Durch die Infektion des Kaninchens im Mutterleib mit dem Mikrosporidium Encephalitozoon
cuniculi kann es zu einer schwerwiegenden Augenerkrankung kommen. Der Erreger sitzt
dann in der Linse,
wo er nicht vom Immunsystem angegriffen werden kann. Zunächst trübt sich die Linse
ein und bei Fortschreiten der Erkrankung kommt es zu einem Platzen der Linsenkapsel
und Austritt von Linseneiweiss. Dies führt zu einer massiven Entzündung, die sich
klinisch in der Formation von Granulomen (Entzündungsgewebe) äußert – weiße Massen
in der vorderen Augenkammer. Dies wird oft mit Eiter im Auge verwechselt. Will man
das Auge retten, muss die Linse rechtzeitig entfernt werden (siehe Operationen - Phakoemulsifikation),
da es sonst zu einer schmerzhaften Zerstörung des Auges kommt, die dessen Entfernung
notwendig macht.
Der Erreger kann bei einer Infektion über den Harn auch zu einer Gehirn- (Encephalitis)
oder Nierenentzündung (Nephritis), aber auch zu einer Entzündung der Leber (Hepatitis),
des Darmes (Enteritis) oder des Herzmuskels (Myocarditis) führen. Eine solche Infektion
kann mit einem speziellen antiparasitären Medikament und einem Antibiotikum behandelt
werden.
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Die intraokulare Ossifikation des Meerschweinchens

Aus bisher noch unbekannter Ursache kann es beim Meerschweinchen zu einer Bildung
von Knochen im
Kammerwinkel kommen. Dies äußert sich in einer weißen, oft ringförmigen
Trübung am „Rand der
Hornhaut“. Bei Fortschreiten der Erkrankung kann es zu einer Behinderung
der Kammerwasserzirkulation und zu einem Augenhochdruck (Glaukom)
kommen. Bis zum heutigen Tage ist noch keine Therapie bekannt.
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