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Erkrankungen des Augapfels
Der Bulbusprolaps
Bei kurzschnäuzigen Hunderassen wie etwa dem Pekinesen oder Shi Tzu kann es oft
durch ein geringes Trauma (Zug am Balg, Hundebiss) zu einem Vorfall des Augapfels
kommen. Ursache ist eine flache knöcherne Augenhöhle und eine relativ zu große Lidspalte.
Zur Erstversorgung gehört die Abdeckung des Auges mit einem kühlen feuchten Tuch.
Es sollte dann möglichst schnell ein Tierarzt aufgesucht werden, der versuchen kann,
das Auge in die richtige Position zurückzubringen. Es wird dann die Lidspalte für
etwa 2 Wochen verschlossen. Leider kommt es bei einem ausgeprägten Bulbusprolaps
oft zur vorübergehenden oder permanenten Schädigung verschiedener Nerven, die etwa
für die Hornhautsensibilität oder die Tränenproduktion zuständig sind, sodass es
auch später noch notwendig werden kann, das Auge zu entfernen.
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Das Glaukom
Unter einem Glaukom - im Volksmund „grüner Star“ genannt – versteht man den krankhaften
Anstieg des Augeninnendrucks. Zu diesem Druckanstieg kommt es, wenn der Abfluss
der im Auge ständig zirkulierenden Flüssigkeit (Kammerwasser) behindert wird. Dies
kann durch verschiedene Umstände verursacht werden. Bei
einem Primärglaukom
besteht keine offensichtliche andere Erkrankung als Ursache. Mittels Gonioskopie
(siehe
Augenuntersuchung) kann bei bestimmten Hunderassen oft eine Fehlbildung
des Kammerwinkels
– der Struktur im Auge, wo die Flüssigkeit größtenteils abläuft - gesehen
werden. Das Sekundärglaukom wird durch andere Erkrankungen wie etwa einer
inneren Augenentzündung (Uveitis)
oder einer
Luxation (Lageveränderung) der
Linse verursacht. Unbehandelt führt das Glaukom innerhalb kurzer Zeit
unweigerlich zur Erblindung. Ein erhöhter Augeninnendruck verursacht auch starke
Schmerzen. Die Hauptsymptome eines Glaukoms sind ein rotes Auge, eine weite Pupille und eine Trübung der Hornhaut. Zusätzlich kann es zu einem
Zuzwicken und Tränen des Auges und zur Erblindung kommen. Nachdem es sich beim Glaukom
um einen Notfall handelt, sollte umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.
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