|
DER AUFBAU DES AUGES
Hornhaut (Cornea)
Die Hornhaut ist der durchsichtige vordere Teil der Lederhaut. Sie ist etwa 0,6
mm dick. Sie besteht aus 4 Schichten:
- dem Hornhautepithel (äußerste Schichte)
- dem Hornhautstroma
- der Descemet'schen Membran
- dem Hornhautendothel (innerste Schichte)
Vor allem in vorderen Bereich des Hornhautstromas und im Epithel befindet sich eine
große Anzahl an Nervenendigungen, die sie sehr schmerzempfindlich macht. Die Hornhaut
ist jedoch frei von Blutgefäßen.
[zur Grafik]
Regenbogenhaut (Iris)
Die Iris ist eine Fortsetzung der Aderhaut und bildet eine Blende, um den Lichteinfall
in das Auge zu regulieren. Dies geschieht durch zwei Muskeln, einen zur Kontraktion
(Zusammenziehen) und einen zur Dilatation (Erweiterung).
In der Iris sind verschiedene Farbstoffe (Pigmente) eingelagert, die die „Augenfarbe“
eines Tieres bestimmen. Fehlen diese Pigmente, erscheint sie durch die hinter ihr
liegende dunkelbraune Netzhautschichte blau, bei einem Albino fehlt auch das Pigment
in dieser Schichte und die Iris erscheint rot.
[zur Grafik]
Pupille (Pupilla)
Die Pupille wird durch eine Öffnung in der Regenbogenhaut gebildet. Sie kann sich
erweitern (Mydriase) und verengen (Miose) und somit den Lichteinfall in das Auge
regulieren. Die Pupille kann verschiedene Formen haben, bei Mensch und Hund ist
sie rund, bei der Katze vertikal schlitzförmig und bei Pferd und Rind horizontal
oval.
[zur Grafik]
Vordere Augenkammer (Camera anterior bulbi)
Die vordere Augenkammer wird von Hornhaut, Iris und Linsenvorderfläche begrenzt.
In ihr befindet sich das Kammerwasser.
[zur Grafik]
Hintere Augenkammer (Camera posterior bulbi)
Die hintere Augenkammer wird von Iris, Ziliarkörper, Glaskörper und Linsenvorderfläche
begrenzt. In ihr befindet sich das Kammerwasser.
[zur Grafik]
Kammerwinkel (Angulus iridocornealis)
Der Kammerwinkel wird von Hornhaut und Iris eingeschlossen. An dieser Stelle liegt
ein feines Trabekelgerüst, das Ligamentum pectinatum. Hier erfolgt zum größten teil
der Abfluss des Kammerwassers.
[zur Grafik]
Linse (Lens)
Die Linse st ein durchsichtiger an der Vorder- und Hinterfläche konvex gebogener
Körper, der das ins Auge fallende Licht auf der Netzhaut bündelt. Sie besteht aus
einem Kern (Nukleus) und einer Rinde (Kortex) und wird von einer Kapsel umhüllt.
Die Linse wird von zahlreichen Fasern gebildet, die sich an der order- und Hinterseite
in einer beim Menschen sternförmigen, bei Hund, Katze und Pferd Y-förmigen und beim
Kaninchen strichförmigen Naht treffen. Sie werden zeitlebens neu gebildet.
Durch Veränderung der Krümmung der elastischen Linse wird die Brechkraft verändert.
[zur Grafik]
Ziliarkörper (Corpus ciliare)
Der Ziliarkörper ist ein Teil der Aderhaut. In ihm laufen Muskeln, die über die
Zonulafasern die Krümmung der Linse beeinflussen (Akkommodation). Kontrahiert sich
der Muskel, so erschlaffen die Zonulafasern, die Linse
wird runder (Nahsehen). Erschlafft der Muskel, werden die Zonulafasern gespannt
und die Linse abgeflacht (Fernsehen).
Außerdem ist er der Ort der Kammerwasserproduktion.
[zur Grafik]
Zonulafasern (Fibrae zonulares)
Die Zonulafasern entspringen am Ziliarkörper und setzen am Linsenäquator an. Sie
sind so an der Beeinflussung der Linsenform (Akkommodation) beteiligt.
[zur Grafik]
Glaskörper (Corpus vitreum)
Der Glaskörper ist eine gelartige durchsichtige Masse, die den Raum zwischen Linse
und Netzhaut ausfüllt.
[zur Grafik]
Netzhaut (Retina), Blutgefäße
Die Netzhaut ist die innerste Augenhaut und mit den in ihr enthaltenen Sehzellen
für die Umwandlung von Licht in Nervenimpulse verantwortlich. Der sensorische Teil
ist nur am Sehnervenkopf und der Ora serrata (Bereich hinter dem Ziliarkörper) befestigt
und wird durch den Glaskörper in Position gehalten. Auf ihr laufen bei vielenTieren
die Netzhautgefäße.
[zur Grafik]
Tapetum lucidum
Das Tapetum lucidum ist eine orange bis grüne Schichte, die im oberen Anteil hinter
der Netzhaut liegt. Sie dient dazu, das Licht zu reflektieren, das dadurch nochmals
auf die Netzhaut fällt und somit bei schlechten Lichtverhältnissen das Sehen verbessert.
[zur Grafik]
Traubenhaut (Uvea)
Die mittlere Augenhaut besteht aus Aderhaut (Choroidea), Ziliarkörper (Corpus ciliaris)
und Regenbogenhaut (Iris). Sie ist von zahlreichen Blutgefäßen durchzogen und enthält
Pigment.
[zur Grafik]
Lederhaut (Sklera)
Die Lederhaut ist die äußerste Augenhaut und umschließt das Auge. Sie geht im vorderen
Abschnitt am Limbus in die Hornhaut über.
[zur Grafik]
Sehnervenkopf (Papilla nervi optici)
Der Sehnervenkopf ist der bei der Augenuntersuchung sichtbare Anteil des Sehnerven.
[zur Grafik]
Sehnerv (Nervus opticus)
Im Sehnervenkopf werden die Nervenfasern der Netzhaut gebündelt, um sie zum Gehirn
zu leiten.
[zur Grafik]
|